Einspeisevarianten

Einspeisemanagement und "70%-Regel"

Nach § 11 EEG ist der Netzbetreiber berechtigt an seinem Netz angeschlossene Anlagen
durch eine ferngesteuerte Einrichtung in Ihrer Einspeiseleistung zu reduzieren. Die dazu
notwendigen technischen Vorgaben werden in § 6 EEG beschrieben.

Hiernach (§ 6 EEG (2009 bzw. 2012)) sind Erzeugungsanlagen mit einer Leistung ab
Inbetriebnahme nach dem 31.12.2011:

  • ≤ 30 kW
    Mit einer technischen Einrichtung zur ferngesteuerten Leistungsreduzierung durch den Netzbetreiber zu versehen oder müssen die maximale Wirkleistungseinspeisung auf 70 % der installierten Leistung begrenzen.
  • > 30 kW und ≤ 100 kW
    ab dem 31.12.2013 (Inbetriebnahme ab dem 31.12.2008) Mit einer technischen Einrichtung zur ferngesteuerten Leistungsreduzierung durch den Netzbetreiber zu versehen.
  • > 100 kW
    ab dem 30.06.2012

Mit einer technischen Einrichtung zur ferngesteuerten Leistungsreduzierung und zur
Abrufung der jeweiligen Ist-Einspeisung durch den Netzbetreiber zu versehen.

Auf diese Einrichtung darf der Netzbetreiber zugreifen bzw.
die jeweilige Ist-Einspeisung abfragen. Mit dieser
Verfahrensanweisung wird die Schnittstelle zwischen der Erzeugungsanlage und dem
Netzbetreiber definiert.

Für Anlagen ≤ 30 kW die sich nicht am Einspeisemanagement beteiligen und somit einer
Begrenzung auf 70 % der maximalen Wirkleistungseinspeisung unterliegen, wird die
Auslegung der (AC) Wechseleinrichterbemessungsleistung auf 70 % der installierten
Leistung als zulässig angesehen.

Einspeisemanagement:

  • ferngesteuerte Leistungsreduzierung durch den Netzbetreiber(EVU) über ein Rundfunksteuerempfänger(RSE) z.B. bei Netzüberlastung
  • Anlagenüberwachung, z.B. SolarLog mit Powermanagement-Funktion, notwendig
  • größer dimensionierter Wechselrichter, damit im Verhältnis zur Anlagenleistung höherer kWp-Preis, Unterschiede durch verschiedene Wechslrichterhersteller möglich
  • teilweise muss für den RSE ein zusätzlicher Zählerschrank installiert werden

70%-Regel (hart):

  • Begrenzung auf 70% der maximalen Wirkleistung (Anlagenleistung) durch Abregelung der Wechselrichterleistung oder die Verwendung eines Wechselrichters, der 70% der Anlagenleistung entspricht.
  • der Verlust durch diese Variante beträgt bei einem Süddach ca. 3 - 5 % vom Jahresertrag

70%-Regel (weich):

  • Wechselrichterauslegung auf 100% der Anlagenleistung, 70% werden vom EVU abgenommen, der "überproduzierte" Wert sollte bestmöglich durch Eigenverbrauch kompensiert werden
  • ungenutzter Ertrag (über 70%) wird nicht vergütet
  • S0-Zähler muss vom EVU erlaubt/angeboten werden

Die Wahl der Einspeisevariante ist Abhängig von den Gegebenheiten vor Ort (Standort, Ausrichtung, Dachneigung, Anlagengröße, Kosten für Rundfunksteuerempfänger und Anlagenüberwachung etc.).

Clen Solar unterstützt Sie selbstverständlich gern die richtige Entscheidung zu treffen.